CDU macht Vegetationsbrände zum politischen Thema in Kerpen
Nach mehreren teils erheblichen Vegetations- und Flächenbränden im Stadtgebiet erhöht die CDU-Fraktion den politischen Druck auf Verwaltung und Ausschüsse: Kerpen müsse sich angesichts längerer Trockenphasen und zunehmender Einsatzlagen gezielt, strukturiert und vorausschauend auf Wald-, Feld- und Vegetationsbrände einstellen.
Mit einem Antrag für den Haupt-, Finanz- und Feuerschutzausschuss will die CDU-Fraktion deshalb klären, wie gut die Stadt derzeit auf solche Lagen vorbereitet ist – und an welchen Stellen konkret nachgebessert werden muss. Aus Sicht der CDU reicht es nicht, sich auf die hohe Einsatzbereitschaft der Feuerwehr allein zu verlassen. Notwendig seien auch belastbare Konzepte, eine verlässliche Löschwasserversorgung, klare Prioritäten in der Brandschutzplanung und eine enge Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen und weiteren Unterstützern.
„Die Brände der vergangenen Wochen dürfen kein Warnsignal auf Zeit bleiben. Wer Verantwortung für Kerpen trägt, muss jetzt prüfen, ob unsere Strukturen auch bei größeren und parallelen Einsatzlagen dauerhaft tragen“, erklärte Fraktionsvorsitzender Heiner Funke. „Unsere Feuerwehr leistet starke Arbeit – aber gute Politik zeigt sich gerade darin, aus solchen Entwicklungen rechtzeitig die richtigen Konsequenzen zu ziehen.“
Die CDU betont zugleich, dass sich der Antrag ausdrücklich nicht gegen die Feuerwehr richtet. Im Gegenteil: Die Einsatzkräfte hätten bei den jüngsten Lagen erneut gezeigt, wie professionell und engagiert sie handeln. Gerade deshalb sei es Aufgabe der Politik, die richtigen Rahmenbedingungen für künftige Herausforderungen zu schaffen.
Im Fokus des Antrags stehen unter anderem die bestehende Einsatzvorbereitung, mögliche Verbesserungspotenziale, der Stand des Löschwasserversorgungskonzeptes, Folgen für die künftige Fahrzeugbeschaffung sowie die Frage, welche Bereiche im Stadtgebiet besonders gefährdet sind. Ebenso will die CDU klären, wie die Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg verbessert und wie etwa Landwirte im Bedarfsfall besser eingebunden werden können.
Für die CDU ist klar: Vorausschauender Bevölkerungsschutz darf nicht erst dann beginnen, wenn die nächste große Lage bereits da ist. Kerpen müsse die Erfahrungen aus den jüngsten Einsätzen jetzt konsequent auswerten und in konkrete Maßnahmen übersetzen.
Die CDU-Fraktion bedankt sich bei allen Einsatzkräften der Feuerwehr Kerpen, den unterstützenden Feuerwehren und weiteren Hilfsorganisationen für ihren engagierten Einsatz zum Schutz der Bevölkerung.
Zum Antrag geht es hier.
Foto von Jeromey Balderrama-unsplash
