Monatelange Sperrung von Wirtschaftswegen – Gefahr für Verkehrsteilnehmer
Seit Juli sind im Zuge des Neubaus der Hochspannungsleitung nördlich von Blatzheim und Bergerhausen zahlreiche Wirtschaftswege gesperrt. Inzwischen sind weitere Wege hinzugekommen, sodass Fußgänger sowie Radfahrer kaum noch Möglichkeiten haben, die Wege zu nutzen.
Die umfangreichen und teilweise rund um die Uhr geltenden Sperrungen sind aus Sicht von Klaus Ripp, Ortsvorsteher von Blatzheim, nicht nachvollziehbar, insbesondere da vor Ort derzeit nur wenig Bautätigkeit stattfindet. Auch die Frage, ob Wirtschaftswege tatsächlich über Monate vollständig gesperrt werden müssen, obwohl mögliche Schwertransporte nur zeitweise stattfinden, ist aus seiner Sicht zu klären. Für solche Transporte könnten Sperrungen oder Sicherungsmaßnahmen auch temporär erfolgen, so Klaus Ripp.
Von den Sperrungen sind zudem Landwirte betroffen, die auf die Wirtschaftswege zur Bewirtschaftung ihrer Flächen angewiesen sind. Hier stellt sich die Frage, ob eine monatelange Behinderung der Zufahrt zu den Feldern erforderlich und zulässig ist.
Nach vorliegenden Informationen ist Amprion bereit, gemeinsam eine vertretbare und nachvollziehbare Regelung für die Nutzung der Wege zu finden. Es stellt sich daher die Frage, weshalb eine solche Lösung bislang nicht umgesetzt werden konnte.
Besonders problematisch sind darüber hinaus die Auswirkungen der teilweise über Monate bestehenden Absperrungen auf die Verkehrssicherheit. Mehrere Absperrungen sind durch den Sturm umgestürzt und stellen insbesondere bei Dunkelheit eine erhebliche Gefahr dar. Gleichzeitig werden manche Absperrungen von Verkehrsteilnehmern beiseitegeschoben. Wenn Sperrungen über einen langen Zeitraum nicht nachvollziehbar erscheinen, besteht die Gefahr, dass entsprechende Beschilderungen und Absperrungen zunehmend nicht mehr ernst genommen werden.
Auch an anderer Stelle sorgt die Beschilderung für Unverständnis. So wird beispielsweise auf der Dürener Straße innerorts vor einer Baustellenausfahrt gewarnt, obwohl dort aktuell keine entsprechende Baustelle erkennbar ist.
Klaus Ripp setzt sich daher dafür ein, dass kurzfristig gemeinsam mit Amprion eine nachvollziehbare und praktikable Lösung für die Sperrungen gefunden wird. Dabei muss sowohl die notwendige Sicherheit während der Bauarbeiten als auch die Erreichbarkeit der Wirtschaftswege für Fußgänger, Radfahrer und insbesondere die Landwirtschaft berücksichtigt werden.
Gleichzeitig ist auch Amprion gefordert, die Bauausführung und die damit verbundenen Sperrungen besser zu planen und zu koordinieren.
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